Treppenhausreinigung: Wie oft ist sie wirklich nötig?
Das Treppenhaus ist die Visitenkarte jedes Gebäudes. Es ist der erste Eindruck, den Besucher, Kunden oder potenzielle neue Mieter von einer Immobilie erhalten. Doch wie oft muss hier eigentlich gewischt und gefegt werden? Ist einmal im Monat ausreichend oder muss wöchentlich gereinigt werden?
Diese Frage führt regelmäßig zu Diskussionen zwischen Mietern, Eigentümern und Hausverwaltungen. In diesem Artikel erklären wir, welche Faktoren die Reinigungsfrequenz beeinflussen und warum ein professioneller Dienstleister oft die beste Wahl ist.
Einflussfaktoren auf das Reinigungsintervall
Es gibt keine gesetzliche Regelung, die vorschreibt, wie oft ein Treppenhaus gereinigt werden muss. Die optimale Frequenz hängt stark von der individuellen Nutzung des Gebäudes ab:
1. Art der Nutzung (Gewerbe vs. Wohnen)
- Gewerbeobjekte & Büros: Hier herrscht tagsüber ein hohes Besucher- und Mitarbeiteraufkommen. Schmutz von der Straße wird permanent hereingetragen. Für Bürogebäude ist eine tägliche bis mehrmals wöchentliche Treppenhausreinigung der Standard.
- Wohngebäude: In klassischen Mehrfamilienhäusern ist die Fluktuation geringer. Hier hat sich ein Rhythmus von einmal wöchentlich (meist freitags oder samstags) etabliert, damit das Gebäude zum Wochenende sauber ist.
2. Jahreszeit und Witterung
Im Sommer reicht oft das turnusmäßige Kehren und leichte Wischen. Im Herbst (Laub, Nässe) und im Winter (Streusalz, Matsch) wird deutlich mehr Schmutz ins Gebäude getragen. Profi-Tipp: Passen Sie die Reinigungsintervalle in den Wintermonaten an oder beauftragen Sie gezielte Sonderreinigungen, um Bodenbeläge vor aggressiven Salzrückständen zu schützen.
3. Größe und Anzahl der Parteien
In einem Zweifamilienhaus sammelt sich naturgemäß weniger Schmutz an als in einem Hochhaus mit 30 Parteien. Auch die Präsenz von Haustieren oder kleinen Kindern (Kinderwägen, die Schmutz hereinbringen) spielt eine Rolle bei der Festlegung des Reinigungsrhythmus.
Was gehört zu einer professionellen Treppenhausreinigung?
Viele unterschätzen den Aufwand, der hinter einer gründlichen Treppenhausreinigung steckt. Es geht nicht nur um das schnelle Durchwischen der Stufen. Ein professioneller Reinigungsplan umfasst unter anderem:
- Fegen und feuchtes Wischen aller Treppenstufen, Podeste und Flure.
- Handläufe reinigen: Gerade in Zeiten erhöhter Hygieneanforderungen extrem wichtig.
- Eingangsbereich: Reinigung der Glastüren, Briefkastenanlagen und Klingeltableaus.
- Fußmatten: Ausschlagen und Saugen der Schmutzfangmatten im Eingangsbereich.
- Spinnweben: Regelmäßige Entfernung in den Ecken und im Kelleraufgang.
- Keller und Dachboden: Seltener (meist monatlich), aber dennoch notwendig.
Kehrwoche durch Mieter vs. Reinigungsfirma
Die traditionelle "Schwäbische Kehrwoche", bei der die Mieter abwechselnd für das Treppenhaus zuständig sind, verliert zunehmend an Bedeutung. Die Nachteile sind bekannt:
- Streitigkeiten über die Qualität der Reinigung.
- Mieter, die ihre Pflicht wegen Krankheit, Alter oder Urlaub nicht erfüllen können.
- Fehlende professionelle Reinigungsmittel und Geräte.
Die Lösung? Die Beauftragung einer Reinigungsfirma. Die Kosten können von der Hausverwaltung im Rahmen der Betriebskostenabrechnung (Nebenkosten) transparent und fair auf alle Mietparteien umgelegt werden.
Fazit
Eine wöchentliche Treppenhausreinigung ist für die meisten Wohngebäude der goldene Mittelweg. Für Gewerbeobjekte sollten die Intervalle deutlich kürzer sein.
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